1. Medikamente: Was ist erlaubt?
Viele Medikamente beeinflussen die Wundheilung oder das Blutungsrisiko. Hier die kritischen Gruppen:
Blutverdünner
Aspirin, Marcumar oder Clopidogrel erhöhen das Blutungsrisiko. Wichtig: Nie eigenmächtig absetzen! Rücksprache mit dem Arzt (7-10 Tage vorher) ist Pflicht.
Bisphosphonate
Eingenommen bei Osteoporose, können sie das Risiko für Kiefernekrosen erhöhen. Ein CTX-Wert-Test gibt hier Sicherheit.
Immunsuppressiva
Kortison kann die Heilung verzögern. Eine Antibiotika-Prophylaxe wird oft empfohlen.
2. Chronische Erkrankungen & Lifestyle
Einige Faktoren erfordern besondere Aufmerksamkeit:
- Diabetes Mellitus: Der HbA1c-Wert sollte optimal eingestellt sein.
- Herz-Kreislauf-Erkrankungen: Infektionsschutz steht hier an erster Stelle.
- Rauchen: Reduziert die Erfolgsquote um bis zu 20%. Planen Sie eine rauchfreie Zeit ein!
3. Vorbereitung: Ihre Checkliste
- Vollständige Anamnese beim Implantologen
- Aktuelle 3D-Röntgenbilder (DVT)
- Professionelle Zahnreinigung (PZR) 1–2 Wochen vorher
- Optimierung der Mundhygiene (Chlorhexidin-Spülung)
4. Häufige Fragen (FAQ)
Kann ich vor der Implantation Schmerztabletten nehmen?
Paracetamol ist meist unbedenklich. Ibuprofen oder ASS sollten wegen des Blutungsrisikos nur nach Absprache genommen werden.
Was passiert, wenn ich Medikamente verschweige?
Es kann zu schweren Komplikationen wie unkontrollierten Blutungen oder dem Verlust des Implantats kommen.
Erfolg beginnt vor der Operation
Ein kurzes Gespräch über Ihre Medikamentenliste kann teure Komplikationen verhindern. Wir beraten Sie gerne individuell.
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